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Loi Krathong ist das Lichterfest, das in Thailand landesweit am Tag des Vollmunds in zwölften Monat des traditionellen thailändischen Mondkalenders gefeiert wird. Es fällt üblicherweise in November, ist  eines der schönsten, stimmungsvollsten und beliebtesten Feier in Thailand und lautet gleichzeitig das Ende der Regenzeit ein. Die Ursprung  und Bedeutung des Festes wird verschiedenartig interpretiert; es soll auf alte Hinduistische Glaubens Vorstellungen zurück gehen und mussten die Wassergeister und Wassergöttinnen besänftigen aber auch als Dankbezeugung für den Regen und damit die Hoffnung auf gute Reisernte.

Das genaue Datum bestimmt den Buddhistischen Kalender, dessen Zeitrechnung auf den Mondzyklus basiert. Vor allem in den alten Königsstädten Ayutthaya und Sukhothai wie auch in Chiang Mai wird heftig gefeiert, aber auch in Bangkok werden riesige Menschenmassen mobilisiert. In Bangsaray wird es auch gefeiert, ist ganz nett,  aber einen Abstecher nach Ban Amphur, 5 km nördlich von Bangsaray, durchaus zu empfehlen. Das enorme Aufkommen von unzählige Fahrzeuge, noch mehr Mopeds und völlig überforderte uniformierten Verkehrshüter gestaltet die Anfahrt mühsam, aber volles Programm, volle Strände und volle Märkte entschädigen die (Zeit)Aufwand.

Diverse Organisationen, lokale Unternehmen und Schulen fertigen häufig größere und handwerklich sehr aufwändige Kratongs, die während die Auftritte der traditionelle Tanz und „Sing a Song“ Aufführungen in Schönheitswettbewerben  bestaunt, begutachtet und bewertet werden.

Um Mitternacht werden feierlich mit einem kleinen Stoß die lotusförmige Blätterschiffchen, die sogenannten Krathongs in´s Wasser gesetzt und auf eine möglichst lange Reise geschickt. 
Die Krathongs sind reichlich mit Blumen, Kerzen und Raucherstäbchen bestückt, vielfach wird einen Haarlocke, abgeschnittenen Fingernägel oder glückbringende Bath Münzen , natürlich neun an der Zahl, zugegeben. Dabei gibt es die Hoffnung das das Leben neu, von einen bessere Warte aus begonnen werden kann, aber auch besonders bei junge Pärchen ist das wässern der Flößchen sehr beliebt, die damit Ihre Zusammengehörigkeit unterstreichen wollen und die Hoffnung haben nach der Inkarnation wieder zusammen zu finden.
Am liebsten Picknick ähnlich ausgiebig essen und, gerne wohl, ausgiebig trinken ist selbstverständlich und Voraussetzung für Spaß, Romantik und Gemütlichkeit; „Sanug maak maak“!!! Am Strand steigen, mit Kerzen bestückt, die Heizluftballons in den dunklen Abendhimmel auf.

Die Flöße, ursprünglich aus Bananenblätter und einen Teil des Strunks der Bananenstaude gefertigt, werden  mittlerweile aus nicht sehr unweltfreundliches Schaumpolystyrol, aber auf drängen der Obrigkeit glücklicherweise jetzt auch aus Brotteich angeboten, die sich langsam auflösend, die Fischen zugegebenermaßen eher ungewöhnlichen Nahrung bieten. Dennoch musste „unseren“ Bananenbaum, direkt an´s Lilawadee seinen Blättern lassen……, steht nun ziemlich abgeblättert da. Das gleichseitige verschwinden sämtliche, fast ausgereiften Bananen braucht wohl keine extra Erwähnung.